Am Sonntag, 5. Oktober 2008,
ca. 11.30 Uhr Waltherplatz Bozen,
ca. 16.30 Uhr Thermenplatz Meran.

Der Abg. Leoluca Orlando, einer der repräsentativsten und charismatischsten Vertreter der Partei “Italia dei Valori” (wie erinnerlich, stand er auf dem 2. Listenplatz bei den letzten Wahlen zum italienischen Abgeordnetenhaus), kommt am Sonntag nach Südtirol zu einem Treffen mit der hiesigen Bevölkerung.

Er wird gegen 11.30 Uhr auf dem Bozner Waltherplatz eintreffen, wo er eine kurze Pressekonferenz geben und die Bürger/innen begrüßen wird. Sodann fährt er nach Meran weiter und wird dort auf dem Thermenplatz gegen 16.30 Uhr den Medienvertretern Rede und Antwort stehen sowie mit den Leuten sprechen.

Leoluca Orlando, bedeutender Kämpfer gegen die Mafia und ehemaliger Bürgermeister von Palermo (1985-1990 und 1993-2000), wurde kürzlich mit dem Konrad-Adenauer-Preis 2008 ausgezeichnet, der alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten verliehen wird, die sich verdient gemacht haben um die Entwicklung einer lebenswerten Großstadt, die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung sowie die Förderung der europäischen Integration, wie es einst der spätere deutsche Bundeskanzler Adenauer für die Stadt Köln tat, als er deren Bürgermeister war. “Er hat seiner Stadt das Leben und den Mut zurückgegeben”: Mit diesen Worten hat das Kuratorium (bestehend aus dem Kölner Bürgermeister, der Stiftung Konrad Adenauer und dem Enkel des Altbundeskanzlers) die Entscheidung zugunsten Orlandos begründet, welchem der prestigeträchtige Preis am vergangenen 18. September im Rathaus der Stadt am Rhein überreicht wurde.

Hierbei wurde daran erinnert, dass Orlando seinen Kampf gegen das organisierte Verbrechen und die Korruption nicht nur auf einer rein politischen, sondern auch auf einer kulturellen und sozialen Ebene geführt hat und dabei auf einen zivilen Neuanfang der Demokratie mittels einer neuen politischen Moral und mehr Transparenz abzielte; deshalb stand Orlando jahrelang ganz vorne auf der Todesliste der Mafia und musste von seiner Familie getrennt leben, oft in einer Kaserne eingeschlossen. “Ich sollte der nächste sein”, so der Titel eines seiner Bücher, die im deutsch- und englischsprachigen Raum noch bekannter sind als in Italien.
Sein neuestes Buch trägt den Titel “Die Mafia – Von Palermo in die ganze Welt” und wurde im September in Deutschland vorgestellt.

Politisch engagiert sich Leoluca Orlando an der Seite des ehemaligen “Mani Pulite”-Staatsanwalts Antonio Di Pietro in der italienischen Abgeordnetenkammer, und er ist der designierte Kandidat der Mittelinks-Koalition für die Präsidentschaft der RAI-Überwachungskommission.

Übertragen aus Italia dei Valori BZ
avv. Christian Dorigatti
(Übers.: J. Gruber)

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