Und das war der dritte Streich: Mit heutigem Urteil des Landesgerichts Bozen wurde – doch einigermaßen überraschend – auch der Südtiroler Landtagsabgeordnete Dieter Steger für unwählbar erklärt, nachdem bereits Barbara Repetto und Christian Egartner dasselbe Schicksal ereilt hatte.

Dieter Steger | Bild: twitter.com/DieterSteger

Steger saß zum Zeitpunkt der Einreichung der Listen für die Landtagswahlen 2008 im Verwaltungsrat der Bozner Messe AG, und befand sich folglich in derselben Position – Verwaltungsratsmitglied in einer Gesellschaft mit Mehrheitskapital beim Land – wie Barbara Repetto 2008 und Luis Durnwalder 2003 (letzterer konnte bekanntlich seinen Sessel dank verschiedener Winkelzüge retten).
Steger ist zurzeit – abgesehen von seinen Posten als Landtagsabgeordneter und Landtagspräsident, welche er aber aufgrund des obigen Urteils verlieren würde – auch Bozner Stadtobmann und stellvertretender Vorsitzender der SVP-Wirtschaft, und braucht sich also um sein Ein- und Auskommen keine Sorgen zu machen.

Übrigens:Ich persönlich halte die Unwählbarkeit Stegers für weitaus weniger “gesichert” als jene von Repetto und Durnwalder, und deshalb würde mich ein gegensätzliches Urteil (Steger wählbar) in den höheren Instanzen (falls der Betroffene gegen das erstinstanzliche Urteil Beschwerde einlegt) nicht überraschen; es gibt da nämlich ein Detail, das den Bozner Richtern wohl entgangen ist, das ich aber an dieser Stelle aus einleuchtenden Gründen (der “Feind” liest mit ;-)) nicht preisgeben werde.

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