You are currently browsing the tag archive for the ‘weltfremd’ tag.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann liegt er jetzt vor: Der sog. Landeshauptmann Durnwalder war bei den Landtagswahlen 2003 unwählbar; er befand sich nämlich in genau derselben Position – Verwaltungsratsmitglied in einer Gesellschaft mit Mehrheitskapital beim Land – wie 2008 die Landesrätin Barbara Repetto, die mit heute veröffentlichtem Urteil des Kassationsgerichts in Rom für unwählbar erklärt wurde.

Barbara Repetto

Foto © stol.it

Interessantes Detail am Rande: Während in der Causa Durnwalder der Generalstaatsanwalt am Kassationsgericht – der das öffentliche Interesse vertritt – für die Unwählbarkeit Durnwalders plädierte, sprach sich hingegen der Generalstaatsanwalt in der Causa Repetto gegen deren Unwählbarkeit aus; das Kassationsgericht hat aber trotzdem die Unwählbarkeit Repettos erklärt, während es in der Causa Durnwalder bekanntlich wegen eines “Fehlers” seitens der Rechtsanwälte der Rekurssteller zu keinem Urteil in der Sache kam. Daraus ergibt sich, dass die Unwählbarkeit Durnwalders noch klarer und eindeutiger war als jene Repettos – eine späte, aber umso schönere Genugtuung für uns 5 Rekurssteller, deren Namen hier noch einmal genannt werden sollen: Hubert Comploi, Johann Gruber, Hans-Jörg Michaeler, Klaus Senoner, Rudolf Siller.

Alle Details zur Causa Durnwalder – und somit auch zu den rechtlichen Aspekten der Causa Repetto – unter www.rechtsstaatlichkeit.bz.

Dass aus diesem Urteil indirekt die Unwählbarkeit Durnwalders 2003 sowie jene des derzeitigen Landtagspräsidenten Dieter Steger 2008 hervorgeht, bestätigt auch die Rechtsanwältin DDr. Renate Holzeisen, die übrigens in der ähnlich gelagerten Causa Egartner die Rekurssteller vertritt und in den ersten beiden Instanzen Recht zugesprochen bekommen hat.

Hier die Erklärung von RA Holzeisen auf Sprachrohr.tv:

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-9J

Wie bekannt, wurde mit erstinstanzlichem Urteil des Landesgerichts Bozen festgestellt, dass der Südtiroler Betonlobbyist und Politiker Christian Egartner bei den Wahlen zum Südtiroler Landtag am 26.10.2008 unwählbar war. Wie nicht anders zu erwarten, ist nun das Oberlandesgericht Bozen mit Urteil vom 01.10.2009 zu dem selben Schluss gelangt und hat die Unwählbarkeit bestätigt. So weit, so gut (und recht!).

 

Christian Egartner | SVP

Unwählbar: SVP-Kandidat Christian Egartner

Nicht weiter überraschend ist auch, dass der Betroffene und seine Anwälte das Urteil anfechten werden, ebenso wenig wie die altbekannten wie haltlosen Verteidigungsversuche der SVP-Granden (“dem passiven Wahlrecht ist Vorrang einzuräumen”, “der Wählerwille ist zu respektieren”, “das Präsidentenamt beim privaten Baukonsortium hat Egartner bei der Landtagswahl keinen Vorteil gebracht”) und die etwas eigenartigen “Argumente” des Rechtsanwalts Brandstätter (“es handelt sich diesfalls nicht um Unwählbarkeit, sondern wennschon um Unvereinbarkeit”, “das einschlägige Wahlgesetz ist verfassungswidrig”).

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-9s

In ff No. 35 vom 27.08.2009 wurde unter dem Titel “Das Pfalzner Gipfeltreffen” (pdf-Datei – 482 kB) angekündigt: «Der “König der Berge” trifft den “König von Südtirol”: Reinhold Messner und Luis Durnwalder im ff-Streitgespräch über die Themen, die Südtirol bewegen».

ff - Wochenmagazin | 2009-08-27

ff - Wochenmagazin | 2009-08-27

Dieser Artikel hat mich – so wie viele andere Südtiroler/innen – zu einem Leserbrief angeregt, der wie üblich erst nach einer Intervention meinerseits bei der ff-Redaktion, aber wiederum entstellend gekürzt, in der Ausgabe vom 10.09.2009 veröffentlicht wurde (Link; pdf-Datei – 610 kB). Deshalb gebe ich nachfolgend den vollen Inhalt meines Leserbriefs wieder, wobei die von der ff weggelassenen Teile durch Fettschrift gekennzeichnet sind.

Das Pfalzner Gipfeltreffen

ff 35/09 brachte ein Streitgespräch zwischen Reinhold Messner und Luis Durnwalder

Ich habe gerade die Titelgeschichte gelesen, ja geradezu verschlungen, und ich bin begeistert! Ein ganz dickes Kompliment an die ff, endlich einmal eine neue, zündende Idee: Mitten im medialen Sommerloch einen echten, hinterfotzigen Aprilscherz zu platzieren! Allein schon die Idee eines “Streitgesprächs” zwischen den Busenfreunden Durnwalder und Messner ist nachgerade genial, dann die fingierte “Standpauke” Durnwalders in Richtung ff – einfach köstlich -, und zum Kugeln schließlich die den “Streithähnen” in den Mund gelegten Aussagen, wie etwa Messner: Die allmorgendlichen Sprechstunden Durnwalders sind basisdemokratisch (diese Aussage würden die Schweizer ff-Inhaber K.W. Zimmermann und S. Weber sicher jederzeit unterschreiben). Oder Durnwalder: Das System Durnwalder funktioniert … Und wenn ich mir die Umfrageergebnisse ansehe, dann denke ich, dass ich es anscheinend nicht so schlecht mache (eh klar, was bedeuten schon 12.000 Vorzugsstimmen weniger bei den Landtagswahlen, ausschlaggebend sind allein die Umfrageergebnisse, frei nach Winston Churchills Aussage, nur jenen Statistiken zu glauben, die er selbst gefälscht habe). Weiters Messner: Die Südtiroler sind verwöhnt, neidisch, unzufrieden (Moment, da muss allerdings etwas verwechselt worden sein … war es nicht Durnwalder, der die Süddeutsche Zeitung wissen ließ, das größte Problem Südtirols sei, dass es uns zu gut geht?). Schließlich Durnwalder: Die Toponomastik ist die einzige Maßnahme des Pakets, die nicht umgesetzt ist. Wobei ich sagen muss: Mea culpa (ach Quatsch, wo doch jedes Kind weiß, Durnwalder kann alles, er ist ein “Macher” und löst jedes Problem im Handumdrehen, weshalb er sich ja auch sein Gehalt mehr als verdient, ja eigentlich noch viel mehr verdienen müsste!). Kurzum, Hut ab vor dieser exzellenten Politsatire!
Aber halt, zur Sicherheit lese ich den Artikel noch einmal, schön langsam und unvoreingenommen, und da überkommt mich ein zermürbender Zweifel: War das etwa gar kein Aprilscherz?

Johann Gruber, Bozen

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-7R

Gestern, 13. August 2009, hat der sog. Landeshauptmann von Südtirol, Luis Durnwalder, wieder zu seiner alljährlichen Pressekonferenz in seinem Ferienhaus in Pfalzen geladen, und die devoten Südtiroler Journalist/inn/en sind wieder zahlreich dorthin gepilgert, um sich um den “Tisch des Herrn” zu gesellen, sich dessen Gewogenheit zu versichern und dessen vermeintlich bedeutungsvolle Worte an die “Untertanen” weiterzugeben.

Inhaltlich brachte die als eine Art Selbstgespräch geführte “Pressekonferenz” die üblichen Banalitäten (wegen der Wirtschaftskrise müsse auch Südtirol sparen; man dürfe gegenüber Rom nicht die Seele aufgeben, aber man sei gegen die Selbstbestimmung; man müsse die deutsche Opposition in politische Entscheidungen mehr einbinden), sowie die wohl kaum überraschende Bestätigung Durnwalders als Erz-Sesselkleber, der seinen längst überfälligen Abgang immer wieder hinauszögert und seinen Posten freiwillig wohl überhaupt nie räumen würde.

Durnwalders Rede zur “Lage der Nation” (so wörtlich in “Dolomiten” vom 14.08.2009) wurde im “Tagblatt” wieder breitester Raum gewidmet (Ankündigung auf der Titelseite und Doppelseite im Innenteil), immerhin hat dieselbe Zeitung das Ganze aber zu einem Resümee komprimiert, das für mich doch einigermaßen überraschend war: “Dürre Jahre fürs Land”.

"Dolomiten" | 2009-08-14

“Dolomiten” | 2009-08-14

Doch kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich glauben, dass sogar diese Zeitung den fatalen Zusammenhang zwischen Durnwalders Namen und seiner Amtszeit als Landeshauptmann erkannt haben könnte, nämlich: Durnwalder = “durrn Wåld” (dialektal) = “dürrer Wald” = (bildhaft) “dürre Jahre”.

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-7H

Qualche mese fa ho avuto modo di commentare brevemente l’ennesima presa di posizione dei noti estremisti di prevalente estrazione germanofilo-nazionalista (da me chiamati “nazios”), diretta ad ottenere o addirittura “attuare” la c.d. autodeterminazione per l’Alto Adige (cioè staccare la Provincia di Bolzano – Alto Adige dallo Stato italiano e crearne uno Stato nuovo e indipendente), ed ho definito tale posizione come inattuale e meschina: inattuale in quanto in stridente contrasto con i lodevoli sviluppi storici recenti che portano a ridurre o eliminare i confini e non certo a crearne dei nuovi, e meschina in quanto proveniente da persone che “sputano nel piatto dove mangiano” (chiamate anche “parassiti dell’autonomia” da Gabriele Di Luca).

Nei giorni scorsi c’è stato un ulteriore affondo da parte dei soliti noti, questa volte per voce di tale Martin Graf, esponente del FPÖ (partito “liberale” austriaco) e Terzo Presidente del Nationalrat (camera dei Deputati austriaca). Questi in un’intervista al giornale austriaco “Presse am Sonntag” aveva dichiarato di essere dell’opinione che alla popolazione del Sudtirolo (Alto Adige) verrebbe negato il diritto all’autodeterminazione sin dall’aggiudicazione dell’Alto Adige all’Italia dopo la 1° Guerra Mondiale, e che quindi sarebbe venuta l’ora di chiedere alla popolazione se debba esserci un Tirolo unico. Graf dunque chiedeva neanche troppo velatamente la (ri-)annessione dell’Alto Adige all’Austria, dando ovviamente per scontato che in una eventuale consultazione popolare la maggioranza degli interessati avrebbe votato a favore di un distacco dall’Italia – ipotesi questa in realtà assai remota se non altro perché economicamente controproducente.

Ebbene, quello che nelle intenzioni dei nazios doveva essere un ulteriore passo verso la c.d. autodeterminazione (concetto come si vede assai confuso, e non solo per quanto riguarda la “meta” che per gli uni consiste in un nuovo [micro-]Stato e per gli altri in un “ritorno” alla “patria” Austria), si è invece trasformato in un autentico boomerang che ha inferto il colpo mortale alle velleità secessioniste dei nazios.
Infatti, mentre finora l’Essfaupè (SVP, partito di maggioranza relativa in Alto Adige) si era trincerata dietro un “siamo per l’autonomia dell’Alto Adige ma per noi rimane irrinunciabile il diritto all’autodeterminazione”, di fronte alla concreta possibilità che si possa arrivare ad una modifica dei confini tra l’Italia e l’Austria – con conseguente perdita dei noti privilegi di cui l’SVP è la prima e principale beneficiaria – ci si è visti costretti a difendere l’autonomia, e dunque lo Stato italiano, ed a contrastare le ambizioni secessioniste come mai in passato era accaduto.
Sintomatico al riguardo appare il comportamento di uno dei massimi esponenti del partito nonché Presidente della Giunta provinciale, Luis Durnwalder, il quale dapprima e per alcune settimane non aveva rilasciato alcun commento in proposito ma, dopo che la situazione rischiava di prendere una pericolosa dinamica ed a seguito di decise prese di posizione anti-secessioniste di altri esponenti del partito, si è dovuto schierare senza mezzi termini dalla parte degli “autonomisti”, con un vero voltafaccia cui è stato dato ampio spazio nel giornale locale “Dolomiten”.

Dolomiten | 2009-07-27

“Dolomiten” | 2009-07-27

In quell’articolo Durnwalder, dopo aver tacciato l’uscita di Graf come “politica disonesta”, dichiara tra l’altro che la proposta in questione sarebbe irrealistica e irresponsabile, che né l’Austria né la maggioranza della popolazione altoatesina sarebbero d’accordo con una “politica talmente incerta” e che egli sarebbe favorevole a continuare sulla strada dello Statuto di autonomia.
Tale presa di posizione viene rinfrancata da altri esponenti politici di spicco “di qua e di la del Brennero”, tra cui il Governatore del Tirolo, Günther Platter, e il Ministro degli Esteri austriaco, Michael Spindelegger.

Un rifiuto netto e definitivo alle velleità secessioniste, dunque, da parte degli esponenti politici più rappresentativi … e pensare che quel “parassita dell’autonomia” Sven Knoll, rappresentante del partito “Süd-Tiroler Freiheit” ed eletto al Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano, ancora poco prima delle elezioni provinciali 2008 si era vantato – in una discussione pubblica presso il centro scolastico di Malles, cui lo scrivente partecipava quale rappresentante dell’IdV – che una volta entrato in Consiglio provinciale avrebbe fatto in modo che l’autodeterminazione fosse “attuata” quanto prima e comunque nel giro di pochi anni.
Ora invece, al contrario, Knoll ha contribuito assieme ai suoi amici nazios ad affossare l’idea secessionista ed a spintonarla nelle stanze cupe del nazionalismo pangermanico dove rimarrà relegata per molti anni. Complimenti!

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-7n

Das Wochenmagazin ff hat in der Ausgabe 24/09 vom 11.06.2009 unter dem Titel “Egartner m.b.H.” (pdf-Datei – 300 kB) den Fall des Südtiroler Landtagsabgeordneten Christian Egartner geschildert, der bei den Wahlen vom 26. Oktober 2008 aufgrund seiner unternehmerischen Tätigkeit (Bereich Betonlobby) laut dem einschlägigen Wahlgesetz unwählbar war und folglich sein Mandat bald wieder verlieren könnte.

ff - Wochenblatt | 2009-06-14

ff - Wochenmagazin | 2009-06-11

Im ff-Artikel werden auch einige Gemeinsamkeiten dieses “Falls Egartner” mit der “Causa Durnwalder” aufgezeigt – letztere habe ich zusammen mit 4 Mitkämpfern bis zum Höchstgericht bestritten, und deren “seltsamer” Abschluss ist Gegenstand einer Eingabe, die zurzeit bei den zuständigen Rechtsanwaltskammern Bozen und Rom behängt -, wobei aber mehrere Fehler bzw. Ungenauigkeiten vorkommen, weshalb ich einen Leserbrief geschrieben habe, worin ich die betreffenden Mängel beschreibe.
Dieser mein Leserbrief wurde von ff zuerst nicht, und auf meine Nachfrage hin nur gekürzt in der Ausgabe 26/09 veröffentlicht (pdf-Datei – 270 kB); wie und was gekürzt wurde, ist aus nachfolgender Abschrift ersichtlich, wo ich die weggelassenen Teile durch Fettschrift gekennzeichnet habe – meines Erachtens kann man diese “Kürzungen” wohl nur als Zensur bezeichnen, umso mehr, als dies bereits der zweite Leserbrief von mir ist, den die ff nicht bzw. gekürzt veröffentlicht.

Der Fall Egartner

Titelgeschichte in ff 24/09 über die Nicht-Wählbarkeit des SVP-Landtagsabgeordneten Christian Egartner

Ihr Artikel enthält zwar einige Fehler bzw. Ungenauigkeiten, immerhin wird aber erstmals die Wählbarkeit Durnwalders 2003 infrage gestellt und korrekt berichtet, dass die Causa nie ganz ausjudiziert worden ist, aber der Kassationsrekurs wahrscheinlich angenommen worden wäre; vor etwas mehr als einem Jahr sprach die ff diesbezüglich noch von “Lappalie” und “Witz”. Folgendes muss aber richtiggestellt werden:
1. In Bezug auf die Wählbarkeit von Steger und Repetto wird die sogenannte “authentische Interpretation” des Regionalrats (aus dem Jahr 2004, nicht 2007!) zitiert und darauf verwiesen, dass sie der “Oberste Gerichtshof in Rom” als verfassungswidrig eingestuft hätte, so als ob es sich hierbei um die Meinungen der üblichen SVP-Advokaten handeln würde (“Zeller meint … Brandstätter sagt …”). Diesfalls handelt es sich aber um das Urteil des Verfassungsgerichtshofes, welches genannte Interpretation, besser bekannt als “Lex Durnwalder”, als verfassungswidrig annulliert hat: annulliert, das heißt, der betreffende Text existiert nicht mehr, ist null und nichtig! Da wäre es freilich ein “Witz”, wenn sich Herr Steger auf diese “authentische Interpretation” berufen wollte, umso mehr, wo er doch das Amt des Landtagspräsidenten bekleidet.
2. Sie berichten dauernd von 12 Klägern in der Causa Durnwalder, der Kassationsrekurs wurde aber von nur mehr fünf Klägern eingebracht (alles nachzulesen im Web unter http://www.rechtsstaatlichkeit.bz ).
3. Sie schreiben, in der Causa Durnwalder hätte der Anwalt der Kläger einen Termin beim Kassationsgericht “verschlafen” bzw. “verschwitzt”. Diese beschönigende Umschreibung sei Ihnen unbenommen, das “Versäumnis” der Anwälte (einer aus Bozen und sein Korrespondenzanwalt in Rom) ist auf jeden Fall seltsam, und zurzeit behängt diesbezüglich eine Eingabe der fünf geschädigten Kläger bei den zuständigen Anwaltskammern.
4. Es steht dem ff-Schreiber natürlich frei, den (vorläufigen) Abschluss der Causa Durnwalder als “Waterloo” für die Kläger zu werten; immerhin hat aber Herr Durnwalder 2008 über 12.000 Vorzugsstimmen weniger bekommen als 2003, und dies trotz eines Wahlkampfaufwandes, der alles bis dahin Gesehene bei Weitem übertrifft … von wegen Waterloo!

Johann Gruber, Bozen

PS (2009-09-17): Egartner wurde vom Landesgericht Bozen mit erstinstanzlichem Urteil vom 12.09.2009 für unwählbar erklärt Details im Artikel “Die Bauchlandung” (pdf-Datei – 310 kB) in ff No. 38 vom 17.09.2009.

ff - Südtiroler Wochenmagazin

ff - Wochenmagazin | 2009-09-17

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-74

Sosteniamo l’Iniziativa per più democrazia!

Al Consiglio della Provincia Autonoma di Bolzano

Il presidente della giunta provinciale, Luis Durnwalder, in questi giorni definirà la data dei referendum, tra cui quello sulla democrazia diretta e sull’aeroporto.

Noi cittadini della provincia di Bolzano chiediamo di poter votare in concomitanza con le elezioni Europee del 6/7 giugno.

In questa maniera eviteremo un notevole sperpero di denaro pubblico e non saremo costretti a tornare più volte alle urne in un breve periodo.

Questo sarebbe possibile:

1. con una definizione su quale sia l’interpretazione autentica della legge sui referendum, se quella del Consiglio provinciale che permetterebbe la votazione dal 26 aprile in poi, o quella dell’Amministrazione provinciale- adottata da Durnwalder- che scavalcherebbe il Consiglio provinciale e permetterebbe il referendum solo dopo il 6 luglio;

2. con dei facili adeguamenti della legge attuale sulle consultazioni elettorali, esattamente come è stato fatto a livello nazionale dal Presidente della Repubblica Napolitano per far coincidere la data dei referendum nazionali sempre con le elezioni europee.

Chiediamo quindi che il Consiglio provinciale faccia tutto quanto in suo potere per realizzare i referendum provinicali in concomitanza con le elezioni europee del 6/7 giugno 2009.

Firmate per Referendum subito! Volksabstimmung jetzt!

Unterstützen Sie mit mir die Initiative für mehr Demokratie!

An den Südtiroler Landtag

Der Landeshauptmann trifft in den nächsten Tagen eine Vorentscheidung betreffend den Termin der ersten landesweiten Volksabstimmung. Dabei geht es vor allem um die Erweiterung des Bozner Flugplatzes und um eine bessere Regelung der Direkten Demokratie.

Wir Südtirolerinnen und Südtiroler erwarten uns eine Zusammenlegung der Volksabstimmung mit den Europawahlen am 6./7. Juni. Damit würde ein wiederholter Urnengang vermieden und viel Geld gespart.

Das ließe sich machen, wenn:

1.Der Landtag mit einer authentischen Interpretation sich die Gesetzesauslegung des eigenen Rechtsamtes zueigen machen würde, und damit der Termin für die Abstimmung ab 26. April 2009 – und nicht erst, wie der Landeshauptmann behautet, am 6. Juli 2009 – festgelegt werden könnte;

2.Mit einer einfachen Gesetzesänderung die Zusammenlegung sowohl der Europawahlen und der Volksabstimmungen, als auch der Volksabstimmungen über die zwei Reformvorschläge zur Direkten Demokratie möglich gemacht würde – so wie der Staatspräsident Napolitano per Dekret eine Zusammenlegung der Provinz- und Gemeindewahlen mit den Europawahlen möglich gemacht hat.

Wir erwarten uns, dass der Südtiroler Landtag alles in seiner Macht stehende unternimmt, damit wir am 6./7. Juni 2009 gleichzeitig das Europäische Parlament wählen und zur ersten landesweiten Volksabstimmung abstimmen können.

Unterschreibe auch Du für die erste landesweite Volksabstimmung am 6./7. Juni 2009!

Unterschriften für Volksabstimmung jetzt! Referendum subito!

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-5B

… so beginnt ein Leserbrief, der im Wochenmagazin ff vom 22. Januar 2009 veröffentlicht wurde und der treffend die gegenwärtige Malaise der Durnwalder-SVP beschreibt. Mein Kompliment geht an den Autor des Leserbriefes, Jörg Bauer aus Algund, und meine Solidarität geht an jene Mitbürger/innen, die wegen Durnwalders verkorkster Politik darben. Hier nun der Leserbrief im vollen Wortlaut.

ff - Wochenmagazin | Leserbriefe 2009-01-22

ff - Wochenmagazin | 2009-01-22

Die Obmann-Frage

Titelgeschichte in ff 03/09 über das Gerangel in der SVP um die Macht

Es ist ein andauerndes, arges Debakel in der SVP: In Lethargie und Hörigkeit verschanzt man sich hinter dem Allmächtigen. Alle Verantwortung lastet auf IHM, dem Macher – ER allein soll es richten. ER allein herrscht uneingeschränkt über Ressourcen, Richtungen, Kompetenzen, Personalien; durch seine Intrige samt Postenschacher zugunsten von Rechtsaußen ist die (neue) alte Landesregierung ins Amt gepusht worden; und Parteiexponenten sowie Parteipresse nennen es „Rochade des LH“, anstatt sich öffentlich zu entrüsten darüber, mit welch perfider Rücksichtslosigkeit ER die 4 gewählten neuen Mandatare aus den eigenen Reihen mundtot gemacht und ausgebootet hat. Wer zu sowas fähig ist, der sollte kompromisslos als Erster von Bord!
Der eindeutige Wählerruf nach politischer Erneuerung, nach mehr Volksnähe und Transparenz, nach konsequentem Rückbau der politischen Verschwendung zugunsten einer nachhaltigen Sozialpartnerschaft im Lande wird mit Durni&Co. nicht respektiert. Seine Machtgier ist den Lobbies verpflichtet – dafür ist ihm weiterhin jedes Mittel recht – und der größte Teil der Bevölkerung wird weiter darben. Diese Tendenz mitzutragen – ohne demokratische Gegensteuerung – dies ist die fehlende Verantwortung seitens der SVP, deren Glaubwürdigkeit und Vertrauensverlust unaufhaltsam fallen.

Jörg Bauer, Algund

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-5p

Il fatto di per se non è certo nuovo a chi vive in Alto Adige, ma ora è ufficiale e “certificato” da organi competenti: in Alto Adige la parità del potere di acquisto è peggiorata sensibilmente negli ultimi anni ossia, detto in parole povere, la gente comune economicamente sta molto peggio oggi rispetto a qualche anno fa.
Lo dimostra uno studio dell’Istituto di ricerca di Norimberga, pubblicato dal locale CTCU (file rtf, 64 kB), che rileva come negli ultimi anni la comparazione del potere di acquisto fra Regioni limitrofe evidenzi per l’Alto Adige un trend decisamente negativo: infatti nella nostra Provincia tale potere dal 2004 al 2008 è calato del 16,3%, mentre p.es. nello stesso periodo è calato solo del 2,1% in Baviera ed è al contrario aumentato dell’1,5% nel Tirolo.

Comunicato stampa CTCU Bolzano | 2008-11-26

Comunicato stampa CTCU Bolzano | 2008-11-26

In considerazione di tale incontrovertibile dato di fatto appaiono come un pugno nell’occhio le ripetute affermazioni del c.d. Presidente della Provincia Luis Durnwalder, secondo il quale in Alto Adige il problema maggiore è che la gente sta troppo bene (sic!) e che quando il benessere aumenta di una certa percentuale sale anche il malcontento, ma del doppio (le percentuali indicate in proposito – e a sproposito – da Durnwalder variano dal 2,5%/5% al 5%/10%).

www.praderbank.com

Luis Durnwalder | Foto: http://www.praderbank.com

Ma quale “aumento del benessere”, ma quale “stiamo troppo bene”: è da anni che il benessere è in calo, anche e soprattutto nella nostra Provincia, e ne è una concausa il fatto che il governo Durnwalder, anziché investire nel sociale e per i più bisognosi, ha sperperato e continua a sperperare milioni di Euro in progetti inutili e spesso assurdi quali le Terme di Merano, l’aeroporto di Bolzano, il centro motori Ischia Frizzi (c.d. “Safety Park”) o il progetto monstre del tunnel di base del Brennero (TBB – BBT).

Considerando tali dati di fatto, di fronte alle succitate elucubrazioni a dir poco sconcertanti (che poco spazio lasciano al dubbio retorico espresso con la famosa alternativa “ci è o ci fa?”), è difficile non constatare come quel signore, dopo 20 anni di governo durante i quali il suo stipendio (attualmente sui 26.000 €/mese) è aumentato in maniera inversamente proporzionale all’efficienza politica, sia ormai “fuori dal mondo”; non resta che sperare quindi che quanto prima sia anche fuori dal governo.

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-4s

Über die Qualität der jüngeren Beiträge im Wochenmagazin ff wurde in diesem Blog bereits geschrieben, und das Urteil fiel bekanntlich nicht sehr schmeichelhaft aus.
Jedoch kann in der Vielzahl magerer Beiträge auch einmal ein guter Artikel gelingen, und so muss ich zugestehen, dass der Leitartikel von Norbert Dall’Ò in ff No. 48 vom 27. November 2008 (“Auf der Suche nach Luis Obama”) sich angenehm von der üblichen Katzbuckelei abhebt und einige treffende Aussagen enthält.

ff - Wochenmagazin | 2008-11-27

Interessantes Detail: Norbert Dall’Ò bedient sich im betreffenden Leitartikel – veröffentlicht am 27.11.2008 – einer Wortwahl, die jener in meinem Post “Ein schwacher Durnwalder” – veröffentlicht am 15.11.2008 – sehr ähnelt, etwa wenn dort steht “Durnwalder zeigt … weder Mut noch Fantasie”, oder “dass in Südtirol weitergewurstelt wird wie bisher”.

Da kann ich nur sagen: Die derzeitige redaktionelle Linie des Wochenmagazins ff und dessen Chefredakteurs Dall’Ò trifft zwar selten den Nagel auf den Kopf, doch wo sie recht haben, haben sie recht!

April 2021
S M T W T F S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Enter your email address to subscribe to this blog and receive notifications of new posts by email.

Join 4 other followers

Top clicks

  • None

Visits since January 2009

free counters

Blog Stats

  • 11,942 hits

Archives

Weather @Bolzano.Bozen

%d bloggers like this: