Gestern, 13. August 2009, hat der sog. Landeshauptmann von Südtirol, Luis Durnwalder, wieder zu seiner alljährlichen Pressekonferenz in seinem Ferienhaus in Pfalzen geladen, und die devoten Südtiroler Journalist/inn/en sind wieder zahlreich dorthin gepilgert, um sich um den “Tisch des Herrn” zu gesellen, sich dessen Gewogenheit zu versichern und dessen vermeintlich bedeutungsvolle Worte an die “Untertanen” weiterzugeben.

Inhaltlich brachte die als eine Art Selbstgespräch geführte “Pressekonferenz” die üblichen Banalitäten (wegen der Wirtschaftskrise müsse auch Südtirol sparen; man dürfe gegenüber Rom nicht die Seele aufgeben, aber man sei gegen die Selbstbestimmung; man müsse die deutsche Opposition in politische Entscheidungen mehr einbinden), sowie die wohl kaum überraschende Bestätigung Durnwalders als Erz-Sesselkleber, der seinen längst überfälligen Abgang immer wieder hinauszögert und seinen Posten freiwillig wohl überhaupt nie räumen würde.

Durnwalders Rede zur “Lage der Nation” (so wörtlich in “Dolomiten” vom 14.08.2009) wurde im “Tagblatt” wieder breitester Raum gewidmet (Ankündigung auf der Titelseite und Doppelseite im Innenteil), immerhin hat dieselbe Zeitung das Ganze aber zu einem Resümee komprimiert, das für mich doch einigermaßen überraschend war: “Dürre Jahre fürs Land”.

"Dolomiten" | 2009-08-14

“Dolomiten” | 2009-08-14

Doch kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich glauben, dass sogar diese Zeitung den fatalen Zusammenhang zwischen Durnwalders Namen und seiner Amtszeit als Landeshauptmann erkannt haben könnte, nämlich: Durnwalder = “durrn Wåld” (dialektal) = “dürrer Wald” = (bildhaft) “dürre Jahre”.

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