In ff No. 35 vom 27.08.2009 wurde unter dem Titel “Das Pfalzner Gipfeltreffen” (pdf-Datei – 482 kB) angekündigt: «Der “König der Berge” trifft den “König von Südtirol”: Reinhold Messner und Luis Durnwalder im ff-Streitgespräch über die Themen, die Südtirol bewegen».

ff - Wochenmagazin | 2009-08-27

ff - Wochenmagazin | 2009-08-27

Dieser Artikel hat mich – so wie viele andere Südtiroler/innen – zu einem Leserbrief angeregt, der wie üblich erst nach einer Intervention meinerseits bei der ff-Redaktion, aber wiederum entstellend gekürzt, in der Ausgabe vom 10.09.2009 veröffentlicht wurde (Link; pdf-Datei – 610 kB). Deshalb gebe ich nachfolgend den vollen Inhalt meines Leserbriefs wieder, wobei die von der ff weggelassenen Teile durch Fettschrift gekennzeichnet sind.

Das Pfalzner Gipfeltreffen

ff 35/09 brachte ein Streitgespräch zwischen Reinhold Messner und Luis Durnwalder

Ich habe gerade die Titelgeschichte gelesen, ja geradezu verschlungen, und ich bin begeistert! Ein ganz dickes Kompliment an die ff, endlich einmal eine neue, zündende Idee: Mitten im medialen Sommerloch einen echten, hinterfotzigen Aprilscherz zu platzieren! Allein schon die Idee eines “Streitgesprächs” zwischen den Busenfreunden Durnwalder und Messner ist nachgerade genial, dann die fingierte “Standpauke” Durnwalders in Richtung ff – einfach köstlich -, und zum Kugeln schließlich die den “Streithähnen” in den Mund gelegten Aussagen, wie etwa Messner: Die allmorgendlichen Sprechstunden Durnwalders sind basisdemokratisch (diese Aussage würden die Schweizer ff-Inhaber K.W. Zimmermann und S. Weber sicher jederzeit unterschreiben). Oder Durnwalder: Das System Durnwalder funktioniert … Und wenn ich mir die Umfrageergebnisse ansehe, dann denke ich, dass ich es anscheinend nicht so schlecht mache (eh klar, was bedeuten schon 12.000 Vorzugsstimmen weniger bei den Landtagswahlen, ausschlaggebend sind allein die Umfrageergebnisse, frei nach Winston Churchills Aussage, nur jenen Statistiken zu glauben, die er selbst gefälscht habe). Weiters Messner: Die Südtiroler sind verwöhnt, neidisch, unzufrieden (Moment, da muss allerdings etwas verwechselt worden sein … war es nicht Durnwalder, der die Süddeutsche Zeitung wissen ließ, das größte Problem Südtirols sei, dass es uns zu gut geht?). Schließlich Durnwalder: Die Toponomastik ist die einzige Maßnahme des Pakets, die nicht umgesetzt ist. Wobei ich sagen muss: Mea culpa (ach Quatsch, wo doch jedes Kind weiß, Durnwalder kann alles, er ist ein “Macher” und löst jedes Problem im Handumdrehen, weshalb er sich ja auch sein Gehalt mehr als verdient, ja eigentlich noch viel mehr verdienen müsste!). Kurzum, Hut ab vor dieser exzellenten Politsatire!
Aber halt, zur Sicherheit lese ich den Artikel noch einmal, schön langsam und unvoreingenommen, und da überkommt mich ein zermürbender Zweifel: War das etwa gar kein Aprilscherz?

Johann Gruber, Bozen

Shortlink: http://wp.me/pdCW4-7R

Advertisements